13 • Kein Kindergarten
Bei Ota waren wir auch, warum wir dort nicht blieben, weiß ich nicht. Immerhin bekam ich aus Inges Beständen eine ungarische Puppe und den kleinen Plüschhund Bonzo geschenkt, den ich noch Jahre später jeden Abend […]
Bei Ota waren wir auch, warum wir dort nicht blieben, weiß ich nicht. Immerhin bekam ich aus Inges Beständen eine ungarische Puppe und den kleinen Plüschhund Bonzo geschenkt, den ich noch Jahre später jeden Abend […]
In jener Nacht vom 21. auf den 22. November 1943 (dem 40. Geburtstag meiner Mutter) kamen wir aus dem Luftschutzkeller zurück in die Wohnung, und kurz darauf hieß es, wir sollten alle „vorsichtshalber“ das Haus […]
Recht fern noch blieb mir in dieser Zeit, nur wahrgenommen als eine Besonderheit meiner Schwestern, die sie von anderen Mädchen unterschied, der Ballettunterricht der beiden. Ota, bei der Inge seit ihrem vierten Lebensjahr lebte, hatte […]
Im Vorderhaus wohnte auch der Hausbesitzer Ensconatus, dessen Frau mir als gütige weißhaarige Dame in Erinnerung ist, wahrscheinlich auch wegen der Episode mit dem Fünf-Mark-Stück! Damals zahlte man seine Miete direkt in bar beim Vermieter. […]
Zurück zur Pritzwalker Straße 5. Sie sieht heute ganz anders aus. Nicht nur, dass sie von Türken bewohnt wird, die meisten Häuser sind ja durch Neubauten ersetzt worden, der ganze Verlauf ist irgendwie anders. Vor […]
Zu den vielen „Bekannten“ meiner Mutter gehörte in erster Linie Tante Anna. Woher kannte meine Mutter sie? Jedenfalls haben meine Eltern sich bei ihr kennen gelernt, denn sie wohnte damals im gleichen Haus wie Vaters […]
Die Zeit in der Pritzwalker Straße war eine Zeit intensiver sozialer Kontakte, die meine Mutter pflegte, wobei ich nicht fehlen durfte.Familiär wäre da zuerst zu nennen Vaters älteste Schwester Helene, genannt Tante Lene, eine viel […]
In unserem noch gar nicht richtig erwähnten Schlafzimmer stand das Ehebett und mein Kinderbett, Traute hatte in der großen Diele ihre Schlafstatt, später hing dieses Eisengestell gut sichtbar in der ausgebrannten Ruine an der nackten […]
Ganz früh die Erinnerung an den Kriegsausbruch, oder besser gesagt den Tag, als wir Abschied nahmen von meinem Vater, der in der Sickingenstraße auf dem stillgelegten Bahngelände mit seinen Kameraden auf den Abmarsch wartete. Wir […]
Eine frühe und recht unscharfe Erinnerung betrifft „Peterchens Mondfahrt“ im Theater (m.E. am Nollendorfplatz): Bestrickende Eindrücke müssen es gewesen sein, und am eindrucksvollsten war für mich die „Blitzhexe“, an die ich immer denken musste, wenn […]
Die erwähnte Holzbank diente mir im Übrigen auch als Spieltisch. Ich saß dann auf einer Fußbank davor, ordnete die mir überlassenen Papiere, welche ich zu zerschneiden gedachte, um die möglichst kurios-bizarr kreuz und quer abgeschnittenen […]
Wenn meine Mutter mal ohne mich einkaufen ging, was gewiss selten geschah, und gerade deshalb wird es haften geblieben sein, verbarrikadierte ich mich in der Küche in der Fensterecke mit meinen Puppen und dem Teddy, […]
Die Pritzwalker Straße ist eine kleine Nebenstraße der Turmstraße in Berlin-Moabit, gleich gegenüber dem altehrwürdigen und Schrecken gebietenden Bau des Kriminalgerichts. Die ganze Gegend war in den 1930er Jahren ein Wohnbezirk der kleinen Leute, allerdings […]
Die ersten Nazifahnen — so weit ich mich erinnere — hingen in der Bandelstraße raus. Aber Jugend, also richtig so Jugend, haben wir eigentlich nie gesehen. Das waren dann alles eben SA-Leute oder so, aber […]
Und na ja, sonnabends, sonntags sind wir, wie wir so sagten, auf Fahrt gegangen, und da haben wir natürlich auch manchmal Wilde Cliquen getroffen unterwegs. Aber ich kann mich nicht erinnern, das wir irgendwie große […]
Seit April 1925 bin ich in der “Arbeiterjugend” gewesen, wir hatten in der Woche zweimal Gruppenabend, einmal Turnen, sonnabends oder sonntags sind wir wandern gegangen. Ins Theater und Kino sind wir meistens zu mehreren gegangen, […]
Ich bin meistens immer gegangen zur Turmstraße, Ecke Wilsnacker, das hieß BTL. Das lag hinten im Hof, man kam von der Turm- und von der Wilsnacker Straße rein. Ich weiß nicht, ob es das heute […]
Das war als Jungangestellte, so ungefähr. Zuarbeiterin im Schreibmaschinenzimmer, na, so die Murkelarbeit. Die Firma, das war eine Geldschrankfabrik in Schönholz in der Sommerstraße, am Bahnhof Schönholz, später in der Badstraße. Insgesamt war ich da […]
Ich habe die Volksschule besucht, zuerst die 206. Schule in der Siemensstraße bis zwölf Jahre, und dann bin ich in die weltliche Schule gekommen, 1923. Das wissen die meisten Leute gar nicht, dass weltliche Schulen […]
Mit unserem Vater haben wir immer furchtbar viel geredet. Ich kann mir überhaupt keinen besseren Vater vorstellen, denn er hat uns eigentlich alles erlaubt, was in seinen Kräften stand. Wenn wir gesagt haben: “Papa, wir […]