13 • Kein Kindergarten
Bei Ota waren wir auch, warum wir dort nicht blieben, weiß ich nicht. Immerhin bekam ich aus Inges Beständen eine ungarische Puppe und den kleinen Plüschhund Bonzo geschenkt, den ich noch Jahre später jeden Abend […]
Bei Ota waren wir auch, warum wir dort nicht blieben, weiß ich nicht. Immerhin bekam ich aus Inges Beständen eine ungarische Puppe und den kleinen Plüschhund Bonzo geschenkt, den ich noch Jahre später jeden Abend […]
Für meinen Vater Haben uns lang ignoriert und kaum noch akzeptiert. In dieser Zeit, die für uns beide schwierig war. Warst so Gewalt und ich so voller Hass. Wir kamen jahrelang überhaupt nicht klar. Ich […]
In jener Nacht vom 21. auf den 22. November 1943 (dem 40. Geburtstag meiner Mutter) kamen wir aus dem Luftschutzkeller zurück in die Wohnung, und kurz darauf hieß es, wir sollten alle „vorsichtshalber“ das Haus […]
Recht fern noch blieb mir in dieser Zeit, nur wahrgenommen als eine Besonderheit meiner Schwestern, die sie von anderen Mädchen unterschied, der Ballettunterricht der beiden. Ota, bei der Inge seit ihrem vierten Lebensjahr lebte, hatte […]
An der Moabiter Jagowstraße lag einst die zweitgrößte Synagoge Berlins. Rundherum gab es eine große jüdische Gemeinde. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden sie wie alle anderen erst diskriminiert, dann verfolgt. Vielen gelang rechtzeitig die […]
Im Vorderhaus wohnte auch der Hausbesitzer Ensconatus, dessen Frau mir als gütige weißhaarige Dame in Erinnerung ist, wahrscheinlich auch wegen der Episode mit dem Fünf-Mark-Stück! Damals zahlte man seine Miete direkt in bar beim Vermieter. […]
Zurück zur Pritzwalker Straße 5. Sie sieht heute ganz anders aus. Nicht nur, dass sie von Türken bewohnt wird, die meisten Häuser sind ja durch Neubauten ersetzt worden, der ganze Verlauf ist irgendwie anders. Vor […]
Zersetzung und Desinformation: Geheimdienste operieren wie ehedem mit unterschiedlichsten Manipulationstechniken. Sie sind damit erfolgreicher denn je. Harald Melzer beschrieb in seinem Beitrag „Was Ostdeutsche früher erkennen“ (Berliner Zeitung vom 17./18. Januar) die infame Ausgrenzung des […]
Zu den vielen „Bekannten“ meiner Mutter gehörte in erster Linie Tante Anna. Woher kannte meine Mutter sie? Jedenfalls haben meine Eltern sich bei ihr kennen gelernt, denn sie wohnte damals im gleichen Haus wie Vaters […]
Ausgebildete Pflegekräfte, ITler und Ingenieure aus Teheran sind bereit, in Deutschland zu arbeiten. Sie werden dringend gebraucht – und bekommen dennoch kein Visum. Deutschland klagt über Fachkräftemangel – und blockiert zugleich genau jene Menschen, die […]
Die Zeit in der Pritzwalker Straße war eine Zeit intensiver sozialer Kontakte, die meine Mutter pflegte, wobei ich nicht fehlen durfte.Familiär wäre da zuerst zu nennen Vaters älteste Schwester Helene, genannt Tante Lene, eine viel […]
In unserem noch gar nicht richtig erwähnten Schlafzimmer stand das Ehebett und mein Kinderbett, Traute hatte in der großen Diele ihre Schlafstatt, später hing dieses Eisengestell gut sichtbar in der ausgebrannten Ruine an der nackten […]
In der DDR sollte Werbung nicht den Konsum ankurbeln, sondern die „sozialistische Bewusstseinsbildung“ anregen. Wie gelang dieser Balanceakt? Die nachgeborenen Aufarbeiter der DDR-Geschichte reduzieren die DDR-Werbung auf den Minol-Pirol, das Leipziger Messemännchen und die Tausend […]
Ganz früh die Erinnerung an den Kriegsausbruch, oder besser gesagt den Tag, als wir Abschied nahmen von meinem Vater, der in der Sickingenstraße auf dem stillgelegten Bahngelände mit seinen Kameraden auf den Abmarsch wartete. Wir […]
Für andauernden Frieden braucht es eine Weltverfassung, die über den Nationalstaaten ein rechtlich verbindliches Dach errichtet. Die Menschen wollen Frieden. Europa erlebte achtzig Jahre lang Frieden. Nach zwei verheerenden Weltkriegen mit zuletzt fünfzig Millionen Toten […]
Eine frühe und recht unscharfe Erinnerung betrifft „Peterchens Mondfahrt“ im Theater (m.E. am Nollendorfplatz): Bestrickende Eindrücke müssen es gewesen sein, und am eindrucksvollsten war für mich die „Blitzhexe“, an die ich immer denken musste, wenn […]
Vor 50 Jahren veröffentlichte Ernest Callenbach seinen Zukunftsroman „Ökotopia“. Aus dem Buch kann heute noch Impulse für reale Veränderungen ziehen. In einer Zeit wie dieser, in der negative Nachrichten und Zukunftsaussichten vorherrschen und zahlreiche Menschen […]
Die erwähnte Holzbank diente mir im Übrigen auch als Spieltisch. Ich saß dann auf einer Fußbank davor, ordnete die mir überlassenen Papiere, welche ich zu zerschneiden gedachte, um die möglichst kurios-bizarr kreuz und quer abgeschnittenen […]
Wenn meine Mutter mal ohne mich einkaufen ging, was gewiss selten geschah, und gerade deshalb wird es haften geblieben sein, verbarrikadierte ich mich in der Küche in der Fensterecke mit meinen Puppen und dem Teddy, […]
Die Geschichte der aus dem Sudan stammenden Familie Fadlalla ist ein stiller Beweis dafür, wie Integration gelingen kann. Christoph Hein zieht in seinem gleichnamigen, 2025 erschienenen Roman eine Parallele zu Sebastian Brants spätmittelalterlichen Werk „Das […]